im Land der Untoten

Ich wachte auf. Was war das?

Langsam und vorsichtig schob ich ein Stück des Vorhangs zurück um nach draußen sehen zu können. Der Vollmond stand blutorange über dem vom Nebel durch waberten Wald und tauchte alles in ein silbern undheimliches Licht. Da war er wieder dieser Schrei. Hohl und gespenstisch hallte er durch das Halbdunkel. Unter normalen Umständen hätte ich gesagt, das ist ein Waldkäuzchen. Aber was ist hier schon normal – wir sind in Transsylvanien.

 

 

 

Dem leichten, tiefen Atemzügen und dem Schmunzeln auf dem Gesicht nach zu urteilen, befand sich Theresa gerade auf einer Einhorn-Reittour über Blümchenwiesen und Strände von „Bubu-Land“, während ich hier in der Kälte wach lag und als Mann ja für die Sicherheit zuständig bin (Scheiss-Job). Eigentlich habe ich alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das Auto ist von innen verriegelt und ich hatte so viel Knoblauch gefuttert, dass von dem Gestank nun die Scheiben beschlagen.

 

Jetzt drangen Schmatz-Geräusche an mein Ohr, was nur bedeuten konnte, dass Graf Dracula der sein Schloss in der Nähe hat, sich nach einem nächtlichen Snack umschaut. Oder aber, dass in „Bubu-Land“  jetzt die Schoko-Donuts ausgeteilt wurden.

 

Apropos Scheiben – haben die Toyota-Ingenieure eigentlich bei Auswahl des Glases auf Bissfestigkeit geachtet?

Mut schöpfte ich nur mit dem geheimen Wissen, dass mein Blutalkoholwert so hoch ist, dass der gute Graf nachher, spätestens beim Heimflug, so voll ist, dass er irgendwo gegen eine Laterne oder Fassade hagelt, sich das Genick bricht und ich mich quasi selbst gerächt habe.

 

Mit solcherlei Gedanken im Kopf sehnte ich den Morgen herbei und mit ihm die Sonne. Etwaig verbleibende Blutsauger in der Nähe treten dann entweder den Heimweg an, oder sie lassen sich nachher einfach mit Schäufelchen und Besen beseitigen.

 

HAPPY HALLOWEEN! :-)

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